Luca, 25 Jahre, KFZ-Mechaniker, Amputation nach einer Knochenkrebs-Diagnose

Luca, 25 Jahre, KFZ-Mechaniker, Amputation nach einer Knochenkrebs-Diagnose

Nach meiner Operation war vieles ungewiss. Ich hatte Angst, dass nichts mehr so sein würde wie vorher. Dass ich mich in der Welt nicht mehr selbstverständlich bewegen kann und ständig angestarrt werde.

Ich wollte zurück ins Leben. Nicht zurück in die Reha.Meine Beinprothese von Petters ist mehr als ein Hilfsmittel. Sie ist ein Teil von mir geworden. Sie gibt mir Beweglichkeit zurück und ein Stück Selbstverständlichkeit im Alltag. Ich kann wieder laufen, reisen, tanzen. Ich bewege mich, ohne mich zu erklären.

Petters hat mir nichts übergestülpt. Sie haben zugehört. Mich gefragt. Und dann etwas geschaffen, das passt. Technisch, optisch, emotional.

Dafür bin ich dankbar. Nicht, weil alles wieder gut ist. Sondern, weil vieles wieder möglich ist.

Die Ausgangssituation — Mensch und Moment, konkret, keine Einleitung

Erik ist 41 Jahre alt, als die Diagnose kommt: Knochenkrebs im rechten Oberschenkel. Osteosarkom, aggressiv, bereits in den Knochen vorgedrungen. Die Ärzte sind klar: Eine Amputation ist unvermeidlich, wenn Erik überleben soll. Wenige Wochen später liegt er im Aufwachraum, das Bein fehlt. Er ist Vater von zwei Kindern, Elektriker, jemand, der nie stillsitzen konnte. Jetzt starrt er an die Decke eines Krankenhauszimmers in Gera und fragt sich, ob er jemals wieder aufstehen wird. Die Frage nach einer Prothese Gera stellt seine Frau zuerst — noch bevor Erik selbst dazu bereit ist, laut darüber nachzudenken.

Das Vorher — was sich verändert hat, was schwerer wurde

Die ersten Wochen nach der Entlassung sind still auf eine Art, die erschöpft. Erik bewegt sich auf Krücken durch die Wohnung, misst jeden Schritt ab. Die Treppe zur Küche wird zur Entscheidung. Das Badezimmer zum Kraftakt. Er schläft schlecht, weil der fehlende Körperteil sich manchmal anfühlt, als wäre er noch da — Phantomschmerzen, die niemand von außen sieht. Seine Kinder sind sieben und zehn Jahre alt. Sie wollen spielen, rausgehen, Vater haben. Erik will das auch. Aber zwischen Wollen und Können liegt in diesen Wochen ein sehr großer Abstand. Seine Frau übernimmt alles, sagt nichts dazu, trägt es trotzdem. Die Amputation hat nicht nur ein Bein verändert — sie hat vorläufig das gesamte Gleichgewicht des Alltags verschoben.

Der Weg bei Petters — wie vorgegangen wurde, ohne Eigenlob

Der erste Termin bei Petters in Gera beginnt mit einem Gespräch, nicht mit Maßen. Was Erik sich wünscht, wie sein Alltag aussieht, was er wieder tun will — das steht am Anfang. Erst danach kommt die Untersuchung des Stumpfes: Länge, Form, Gewebezustand, Belastbarkeit. Der Stumpf ist noch relativ frisch, das Gewebe braucht Zeit und die richtige Fassung. Gemeinsam wird entschieden, zunächst mit einem provisorischen Schaft zu beginnen — einem sogenannten Interimschaft — der angepasst werden kann, während der Stumpf seine endgültige Form findet. Erik lernt, wie er ein- und aussteigt, wie er das Gewicht verlagert, wie er fällt, ohne sich zu verletzen. Das braucht Wochen. Nicht jeder Tag ist gut. Es gibt Anpassungstermine, bei denen der Schaft neu justiert wird, weil Druck falsch liegt oder die Passform sich verändert hat. Am Ende steht eine modulare Beinprothese mit einem Schaft, der präzise auf Eriks Stumpf abgestimmt ist, und einem Prothesenfuß, der für seinen aktiven Alltag ausgelegt ist.

Das Nachher — was jetzt möglich ist, in Alltagsbildern

Erik steht morgens auf, ohne zuerst an die Krücken zu denken. Er geht in die Küche, macht Kaffee, bringt seine Kinder zur Schule — zu Fuß, die letzten hundert Meter. Er kann nicht mehr so rennen wie früher, aber er rennt. Auf dem Schulhof, kurz, weil sein Sohn ihn herausfordert. Auf der Arbeit steht er wieder auf Leitern. Sein Arbeitgeber hat die Stelle freigehalten. Das Gleichgewicht im Alltag hat sich zurückgefunden — nicht identisch mit vorher, aber stabil auf neue Weise. Seine Frau sagt, der Abstand zwischen Wollen und Können sei kleiner geworden. Erik sagt, er denke tagsüber manchmal stundenlang nicht an die Prothese. Das ist für ihn der eigentliche Erfolg.

Hintergrundwissen — sachliche Erklärung der Versorgungsart für Laien

Eine Beinprothese ersetzt einen amputierten Gliedmaßenanteil mechanisch und funktionell. Sie besteht in der Regel aus mehreren Komponenten: dem Schaft, der den Stumpf aufnimmt und die Verbindung zur Prothese herstellt, dem Prothesengelenk — bei Oberschenkelamputation ein Kniegelenk — und dem Prothesenfuß. Der Schaft ist das entscheidende Bauteil: Er muss exakt passen, weil Druckstellen zu Wunden führen können, die die gesamte Versorgung unterbrechen. Nach einer Amputation durch Knochenkrebs ist der Stumpf zunächst in Veränderung — Schwellungen gehen zurück, Muskulatur verändert sich. Deshalb beginnt die Versorgung oft mit einem Interimschaft, bevor die endgültige Prothese angepasst wird. Moderne Prothesenfüße sind in verschiedenen Aktivitätsstufen erhältlich: von der stabilen Alltagsversorgung bis zu dynamischen Systemen für Menschen, die Sport treiben oder körperlich arbeiten. Die Anpassung ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess, der regelmäßige Kontrollen erfordert.

Petters Gera — Hinweis auf die Filiale, kein Call-to-Action-Sprech

Die Filiale von Petters in der Berliner Straße 136 in Gera versorgt Menschen mit Prothesen aller Art — nach Unfällen, nach Erkrankungen wie Knochenkrebs, nach Gefäßerkrankungen. Die Orthopädietechnik-Fachleute dort arbeiten mit dem angrenzenden medizinischen Netz zusammen: Reha-Kliniken, behandelnde Ärzte, Physiotherapeuten. Wer eine Prothese Gera benötigt, findet dort keine Standardlösung vom Regal, sondern eine Versorgung, die am einzelnen Menschen beginnt.